Tannenbergschule als bewegte Schule zertifiziert

Die Tannenbergschule wurde als bewegte Schule zertifiziert. Grundlage der Zertifizerung war das innovative Sportkonzept. Näheres erfahren Sie in unserem Sportkonzept

Auf der Internet-Seite "Youth in motion - Sport beGEISTert", gibt es viele Ideen zum Bewegung und Lernen - hier klicken


Tannenbergschule siegt im Kreativ-Wettbewerb

Die Klassen 1/2 und auch 3/4 der Tannenbergschule haben den 1. Platz im bundesweiten Kreativ-Wettbewerb von YOUTH IN MOTION (Jugend in Bewegung - Sport begeistert) gewonnen. An dem Wettbewerb hatten Schulen, Vereine, Kinder- und Jugendgruppen teilgenommen. Auf einer Festveranstaltung im Juni 2007 werden die Gewinner ihre Preise erhalten.

 

Ropeskipping

Das Projekt „Skipping Hearts-Champion“ der Deutschen Herzstiftung e.V. war ein voller Erfolg.

6 Wochen lang trainierten alle Kinder im Sportunterricht fleißig Basic-Jump, Straddle, Criss Cross, Long Rope und Synchronspringen. Auf der Rope-Skipping-Olymiade am 3. und 4. März 2009 konnten sie ihr Können zeigen und erhielten ein Rope-Skipping-Diplom.

Parallel sammelten die Kinder Sponsorengelder für die Deutsche Herzstiftung, wobei 2.000€ zusammen kamen, von denen 500€ an der Tannenbergschule bleiben durften. Die Schule bedankt sich dafür bei den fleißigen Spendern und wird das Geld für die „Bewegte Schule“ einsetzen.

 

Ideenkiste Bewegte Schule

Mehr Bewegung in den „Kopffächern“ Deutsch, Mathematik und Englisch :

  • Laufdiktate
  • Buchstaben – Suchen
  • Rückenschreibspiele
  • ABC – Springen
  • Wörter-Springen
  • Lernen an Stationen
  • Einmaleins – Springen
  • Freie Wahl des Arbeitsplatzes etc.
  • Lautieren in Bewegung für den Klassenraum und andere Schulräume
  • Wörterjagd
  • Silbenspringen

Mehr Bewegung durch tägliche Bewegungszeiten im Unterricht :

Tägliche Bewegungszeiten sind keine verlorene Zeit, sondern Maßnahmen, um die physische und psychische Leistungsfähigkeit der Kinder zu erhalten bzw. wieder herzustellen. Integrative tägliche Bewegungszeiten können dem zunehmenden Bewegungsmangel entgegenwirken und fördern pädagogische Anliegen.

  • Spiele zur An- und Entspannung der Muskulatur
  • Brain-Gym
  • Bewegungskartei
  • Von Kindern entwickelte Bewegungsgeschichten rund um den Bleistift
  • Von Kindern entwickeltes Bewegungs-ABC

Mehr Bewegung in den Bewegungspausen:

Die Tannenbergschule verfügt über ein schönes großes Außengelände, das viele
Bewegungsmöglichkeiten zulässt.
Zwei 20-minütige Bewegungspausen gehören schon lange zum Schulalltag. In den Klassen stehen Pausenkisten mit Spielmaterial zur Verfügung.

  • In den vergangenen 4 Jahren wurde das Material durch variable Basketballkörbe, Hockeytore, Tennisschläger ergänzt.
  • Kletterwand
  • Schulhofgestaltung mit Bewegungsspielen
  • Aktionsvormittag: Neue Spiele auf dem Schulhof und an der Kletterwand

Mehr Bewegung durch Aktionstage:

  • Projektwoche: Wer viel sitzt, der rostet für alle Schüler und Eltern
  • Sitzen und Bewegen

Mehr Bewegung durch Schulsporttage:• Turnschuhfete der Tannenbergschule

  • Bewegungsspielfest für Klasse 1
  • Kinder laufen für Kinder
  • Olympiafest für alle
  • Winterolympiade
  • Projekttag: Zirkus mit dem Kölner Zirkusmobil
  • Projekttag: Fußball
  • Projekttag: Akrobatik
  • Projekttag: Fußball
  • Schulfest: Bewegung, Bewegte Musikalische Grundschule, Bewegtes Lernen
  • Projekttag: Tennis

Mehr Bewegung in der Zusammenarbeit mit Vereinen (seit vielen Jahren):

  • Zusammenarbeit mit TV Seeheim im Bereich Talentförderung
  • Sportförderprogramme
  • Talentfördergruppe für Leichtathletik
  • Regelmäßige Werbung von Vereinen für ihre Sportangebote in der Schule
  • AG’s durch Vereine
  • Kinder lernen Vereine kennen Vereinsprojekt

Mehr Bewegung im Betreuungsangebot als Ganztagesangebot

  • Themenprojekte
  • Spielangebote mit Kleingeräten
  • Öffnung der Halle am Nachmittag für freie Angebote (2006)

Mehr Bewegung im Sportunterricht

  • Umsetzung von Ideen und Inhalte der Bewegten Schule im Sportunterricht
  • Fächerverbindende Projekte

Mehr Bewegung durch fächerverbindende Projekte

  • Projektwoche: Wer viel sitzt, der rostet für alle Schüler und Eltern
  • Mein Herz schlägt so schnell
  • Olympiawoche für die ganze Schule
  • Fußball der Jahrgangsstufe 4
  • Zirkus
  • Projektwoche: Bewegung in allen Klassen und Fächern
  • Sport – Musik – Lesen

 

Praxisbeispiele


Bewegte Schule in der Praxis


Praxisbeispiel 1: Bewegte Schule (1999)

Bewegte Schule: Wer viel sitzt der rostet

Auf den folgenden Seiten ist das Originalplanungskonzept aus dem Jahr 1999.
Das Projekt lief über eine Woche und wurde in allen 15 Klassen durchgeführt.
Es wurden erstmalig die individuellen Anpassungswerte der Kinder ermittelt, um den Eltern für die häusliche Arbeitsplatzgestaltung Tipps zu geben. Da es noch keine ergonomischen Schulmöbel gab, haben Eltern für die Kinder Schreibpulte gebaut, damit die Kinder an einer schrägen Tischplatte schreiben können.
Die Fotos dokumentieren verschiedene Elemente aus der Projektwoche.

Planungskonzept des Projektes Wer viel sitzt der rostet mit Unterstützung der DAK
Leitung: Sportlehrerin der Tannenbergschule
- Informationsnachmittag für das Kollegium der Tannenbergschule in Form einer Fortbildung.
- Elternabend mit Informationen zum Thema Sitzen
- Projektdurchführung in allen Klassen in jeweils 4 Schulstunden

Erste Stunde
Allgemeine Haltungsschulung / Kleine Spiele
Zweite Stunde
Spiele mit dem Sitzball / Einführung in den Fitnessparcour
Dritte Stunde
Sitzen im konkreten Alltagsbezug / Sitzanpassung
Vierte Stunde
Fitness im Stationsbetrieb

 

Praxisbeispiel 2: Einige Beispiele aus der Bewegungskartei Stopp Beweg dich


Sie wurde von den Lehrern gemeinsam entwickelt und gestaltet.

 

Stehe auf dem rechten Bein, beuge das linke Bein nach hinten und nimm das Fußgelenk deines linken Beines in die linke Hand. Bleibe so aufrecht stehen, bis du bis 10 gezählt hast.

Nimm einen Schuh in die Hand und fasse dir dabei an die Nase.

Öffne und schließe leise die Tafel.

Male eine Blume an die Tafel.

Bewege dich wie eine Katze.

Strecke die rechte Hand aus. Alle Finger sind eng beieinander. Nun spreize nacheinander immer zwei Finger und schließe sie wieder. Die übrigen Finger dürfen sich dabei nicht bewegen.

Schreibe deinen Namen an die Tafel.

Lege dir ein Buch auf den Kopf. Nun versuchst du damit 1 Minute lang durch das Zimmer zu gehen, ohne es festzuhalten.

  

Praxisbeispiel 2: Bewegungsgeschichten der Kinder

Schüler bringen Bewegung in den Deutschunterricht
Nachdem die Lehrer die Bewegungskartei für Mehr Bewegung im Unterricht entwickelt hatten und einsetzen, hat 2004 die Klasse 4a Bewegungsgeschichten entwickelt, die heute der ganzen Schule für Mehr Bewegung im Unterricht zur Verfügung stehen. Sie werden für aktive Bewegungspausen im Unterricht eingesetzt. Ein Beispiel dokumentiert die Kreativität der Kinder.

Bewegungsgeschichte aus dem Buch der 4a: Bleistift lauf los

Die Reise durch den Klassenraum

Eines Tages dachte Bleistift Klaus, hier in dem Mäppchen ist es stinklangweilig. Ich will, dass die Kinder mich auf dem Kopf balancieren. Doch wer kommt schon auf die Idee einen Bleistift auf dem Kopf zu balancieren? Die Klasse 4a vielleicht? Also machte sich Klaus auf den Weg. Als erstes zwickte er Ole ins Bein. Ole schrie auf! „Du sollst mich zwischen den Hals und die linke Schulter klemmen!“, sprach Klaus. „Na gut, aber nur wenn du mich nicht mehr zwickst!“, meckerte Ole. „Okay“, sagte Klaus. Ole ging zu Nora und laberte: „Nora, kannst du mal den Bleistift um deine Hüfte herumreichen, aber mit einer Hand?“ „Ja!“, rief Nora. „Ich auch, ich auch!“, brüllten Alisha und Kim. „Okay, ihr dürft beide eine Zahl in die Luft schreiben.“, befahl Klaus. Doch inzwischen war Klaus ganz woanders im Klassenraum. Er hatte eine Reise durch den Klassenraum gemacht. „Hilfe, Hilfe!“, rief Klaus. Doch dann kam Odie, der Glücksbringer. Er klemmte ihn zwischen die rechten Fußzehen und hüpfte zum Platz zurück. Der Bleistift Klaus schrieb GUTE NACHT in die Luft und gähnte. Dann war er auch schon eingeschlafen.

 

Praxisbeispiel 3: Schulsport soll für alle sein

Mehr Bewegung für alle Kinder im Sportunterricht! Diese Forderung scheint auf den ersten Blick in sich ein Widerspruch zu sein. Die Frage nach dem didaktischen Warum Mehr Bewegung in einem Schulsport für alle lässt sich sehr vereinfacht mit der Vielfalt der Kinder beantworten. Denn vielfältige Kinder erfordern einen vielfältig ansprechenden Unterricht.
Der Rahmenplan fordert für Sport ebenso, dass die unterschiedlichen Voraussetzungen und Bedürfnisse der Kinder zu beachten sind. Im herkömmlichen Sportunterricht ist es aber so, dass immer alle das Gleiche tun sollen, obwohl die Kinder völlig unterschiedliche Voraussetzungen haben.
Ein Schulsport für alle als ein Baustein von Mehr Bewegung in der Tannenbergschule ist nicht nur Sportunterricht in einer Klasse, sondern auch jahrgangsübergreifend von Klasse 1-4. Die Kinder sollen nicht nur die notwendigen Bewegungsfertigkeiten zum Betreiben von Sportarten erwerben, sondern der Unterricht hat vielmehr zum Leitziel:

Bei allen Kindern Grundlagen zu schaffen, die sie motivieren, sich im aktuell schulischen aber auch außerschulischen Bereich für sportartgebundenen Leistungs- sowie Breitensport, zu engagieren. Dabei soll ihr persönliches und soziales Wohlbefinden positiv beeinflusst werden.

Die Stationen werden bei uns immer nach folgenden methodischen Kriterien aufgebaut:

  • Gemeinsam, schnell auf- und abbaubar
  • Nicht mehr als 6 Kinder pro Station
  • Jede Station bietet Variationsmöglichkeiten
  • Mischung der Stationen bspw. mit den Elementen: Turnen, Koordination, Freie Bewegung
  • Die Stationen werden von 1 bis 6, nach Musikvorgabe, gewechselt


Somit entstehen intensive 45minütige Sportstunden, die mit den Kindern schnell organisiert sind und in denen sie sich entwickeln und verwirklichen können.

Außerdem gibt es jede Woche einen Stationstag mit einem Thema für Klasse 1-4.

 

Praxisbeispiel 4: Fußball im Fächerverbund

Der Ball ist rund und das Spiel dauert eine Pause

In den letzten Jahren haben wir immer wieder Inhalte des Sportunterrichtes (Ausdauerleistungen, Funktionelle Gymnastik, Turnen und Fußball) im Fächerverbund aufgearbeitet, weil so auf der Ebene der Grundlagen, Inhalte und Arbeitstechniken Mehr Bewegung zwischen den einzelnen Fächern hergestellt wird.

Fächerverbindender Unterricht ist - Mehr Bewegung im Denken in Zusammenhängen- . Chancen dieses Unterrichts sind:

  • Mehr Erfahrungen durch die Wechselwirkungen des Lernens
  • Erweiterung der Möglichkeiten, verschiedene Zugänge und unterschiedliche Aspekte zu Sportthemen zu gewinnen
  • Erweiterung des Sozialen Lernens



Deutsch Baustein 1

Die Kinder lernen verschiedene Fußballnationen kennen und schreiben eine Geschichte. Sie nehmen damit an dem Schreibwettbewerb Tesalino und Tesalina der Stiftung Lesen teil.
Aufgabe: 3 Kinder suchen sich eine, an der WM teilnehmende Nation heraus. Sie sollen Informationen über dieses Land sammeln und in einem kleinen Vortrag vorstellen. Nach dem Erzählanfang Tesalino und Tesalina und das Fußballdorf schreiben sie eine Geschichte, die in diesem Land spielt.

Die Geschichten werden im großen Plenum aller drei Klassen vorgelesen und gewürdigt.


Deutsch Baustein 2

Wochenlesehausaufgabe:Die 5 Nervensägen im Fußballfieber von Elisabeth Zöller
Die Kinder haben die Aufgabe von Montag zu Montag ein Kapitel mit Arbeitsblatt zu bearbeiten. Der Inhalt der einzelnen Kapitel ist die Diskussionsgrundlage für das Spannungsfeld: Mädchen und Fußball.


Sachunterricht Baustein 1

Wer fair spielt gewinnt immer
Ein erneuter Pausenärger wird zum Anlass genommen in den 3 Klassen über faires und unfaires Verhalten zu sprechen.
Diskussionsgrundlage ist der Artikel Sieger und Besiegte. Unabhängig vom aktuellen Geschehen werden Formen fairen und unfairen Verhaltens definiert.
Daraus ergibt sich eine tabellarische Sammlung von fairem und unfairem Verhalten im Pausenfußball.

Sachunterricht Baustein 2

Herstellung eines Fußballs
Der Film „Eine Welt des Fußballs“ ist die Diskussionsgrundlage zum Thema: Kinderarbeit in Pakistan: Fair Pay-Fair Play

Sachunterricht Baustein 3
Klassenübergreifende Stationsarbeit Fußball: Kennenlernen verschiedener Aspekte des Fußballsports

Sachunterricht Baustein 4
Vorbereitung des Fußballturniers
Mit den Klassen wird gemeinsam der Ablauf und der Umgang besprochen:
Stationen aus dem Sportunterricht

  • Spiele nach Wer fair spielt, gewinnt immer Regeln:
  • 5er Mannschaften plus Torwart
  • Kein Abseits, kein Spielfeldaus
  • Nach einem Foul sofort entschuligen per Handschlag
  • Keiner wird bei einem Fehler beschimpft
  • Keine Diskussionen mit dem Schiedsrichter
  • Sieg und Niederlage werden akzeptiert

Sachunterricht:Baustein 5

Besuch des SV Darmstadt 98

Sport Baustein 1

Grundtechniken, einfache Spielformen, vereinfachte Regeln
Es haben immer 2 Klassen gemeinsam Sport. 4a/4c, 4b/4a, 4c/4b.
Wiederholung der Sportstundenregeln.
Lernen der Grundtechniken in einer Stationsarbeit:
Aufbauend auf unseren guten Erfahrungen mit Lernen in Stationen arbeiten wir schwerpunktmäßig im Stationsbetrieb. Denn er bietet die Möglichkeit vielfältige, variierbare Bewegungsangebote zu schaffen, die den unterschiedlichsten Voraussetzungen der Kinder gerecht werden.
Einfache Spielformen:
In diesen Spielen steht das Miteinander im Vordergrund.
Kleine vereinfachte Fußballspiele in klassengemischten Mannschaften nach den erarbeiteten Fairnessregeln.

Sport Baustein 2

Abschlusstag mit Turnier

 

Internetadressen:

www.bewegteschule.de